eco
06.05.2019

eco Verband fördert transatlantischen Datenschutz-Dialog

  • Dritte Gesprächsrunde zu Datenschutz zwischen USA und Europa am 22. Mai in Washington D.C.
  • eco Verband und i2Coalition diskutieren mit Experten aus Politik und Wirtschaft über die Zukunft des EU-US-Privacy Shields

Um die digitalen Handelsbeziehungen zwischen Nordamerika und Europa zu verbessern, fördern eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. und sein US-amerikanischer Partnerverband i2Coalition (Internet Infrastructure Coalition) den Dialog über den transatlantischen Datenschutz. Als führende Internetverbände beider Kontinente laden sie gemeinsam am 22. Mai 2019 ihre Mitgliedsunternehmen in die US-Hauptstadt ein, um mit Datenschutzexperten, Mitarbeitern und Mitgliedern des US-Kongresses sowie Unternehmensvertretern über künftige Rahmenbedingungen des Datenschutzes zu diskutieren.

Im Fokus der Gespräche steht die Zukunft des 2016 eingeführten EU-US-Privacy Shields. Dieses datenschutzrechtliche Abkommen zwischen EU und USA bildet die Rechtsgrundlage für die Übermittlung personenbezogener Daten an Unternehmen mit Sitz in den USA. Hintergrund dafür ist, dass nach der Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) personenbezogene Daten von EU-Bürgern nur dann in ein Drittland übermittelt werden dürfen, wenn eine Rechtsgrundlage gegeben ist. Aktuell wird intensiv über den zukünftigen transatlantischen Datenschutz sowohl auf US-amerikanischer Seite, als auch auf Seiten der EU diskutiert. „Im Rahmen der transatlantischen Roundtable-Gespräche wollen wir den Austausch zwischen den politisch Verantwortlichen und Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks fördern und das Privacy Shield stärken, um diese wichtige Rechtsgrundlage zu erhalten“, sagt Oliver Süme, Vorstandsvorsitzender eco Verband, der den Roundtable gemeinsam mit David Snead, i2Coalition Mitgründer und Vorstand Politik, moderieren wird.

Dialoge statt Verunsicherung durch Regulierungsdebatten zum transatlantischen Datenschutz

Die zweite jährliche Evaluation des Privacy Shields durch die EU-Kommission habe gezeigt, dass sich dieses Abkommen bewährt habe, sagt Süme. „In den USA tut sich derzeit einiges in Sachen Datenschutz. Eine ganze Reihe von Gesetzesvorhaben sind dort bereits auf den Weg gebracht, um das Datenschutzniveau insgesamt zu stärken. Wir sind auf einem guten Weg, daran wollen wir mit unserer Veranstaltung in Washington anknüpfen.“

Der eco Verband und i2Coalition haben die transatlantischen Roundtable-Gespräche ins Leben gerufen, um gemeinsame Interessen und Rahmenbedingungen zu erörtern. Die Veranstaltung in Washington D.C. ist der dritte und vorerst letzte Termin der Veranstaltungsreihe in diesem Jahr, die am 7. Februar in Brüssel gestartet ist und am 12. Februar in Berlin fortgesetzt wurde.