Studie zum Multi Cloud Management in Deutschland

Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie Unternehmen die Cloud nutzen. Der Trend geht klar in Richtung Multi-Cloud-Strukturen. Das ist ein zentrales Ergebnis der neuen Studie „Hybrid- und Multi-Cloud-Services im deutschen Mittelstand“ von Crisp Research und QSC.

Die Zeiten vorsichtiger Zurückhaltung scheinen endgültig vorbei: Laut einer neuen Studie von Crisp Research im Auftrag der QSC AG steigt der Nutzungsgrad von Cloud Computing in Unternehmen und damit die Bereitschaft, Infrastrukturen und Arbeitslasten in fremde Rechenzentren zu verlagern. 80 Prozent der Unternehmen nutzen demnach bereits die Cloud oder planen ihren Einsatz. Knapp zwei Drittel (62 Prozent) setzen dabei auf eine Kombination aus Public und Private Clouds unterschiedlicher Anbieter – also eine Multi-Cloud-Umgebung – oder planen dies.

„Fast jeder zweite Euro wird aktuell in Aufbau und Betrieb von Cloud-Architekturen und -Services gesteckt“, sagt Andreas Weiss, Direktor des Fachverbands EuroCloud Deutschland_eco e.V. „Das zeigt: Unternehmen haben mittlerweile mehrheitlich erkannt, dass Cloud Computing die notwendige Basis für die digitale Transformation darstellt.“

Multi Cloud wird Standard

 

Grundsätzlich wird Cloud Computing für mehr als 80 Prozent der Entscheider künftig eine tragende Säule der IT-Strategie werden. Laut Umfrage wandern schon heute 41 Prozent der IT-Budgets in den Aufbau moderner und kostenflexibler Cloud-Infastrukturen, und zwar vor allem Multi Clouds. Reine Public Clouds als IT-Bezugsmodell werden hingegen bis 2020 die Hälfte ihres Einflusses einbüßen.

Mit dem Aufbau einer digitalen Prozess- und Wertschöpfungskultur erwarten 84 Prozent eine stark wachsende Zahl der zu betreibenden Anwendungen. Angesichts zunehmender Komplexität im vernetzten Betrieb fordern die befragten Entscheider einen substanziellen Ausbau der IT-Budgets um knapp 80 Prozent, um den Wandel aktiv mitgestalten zu können – was kostenflexible Betriebs- und Bezugsmodelle aus der Cloud aus Sicht der Unternehmen noch relevanter macht.

Besonders hohe Erwartungen an die digitale Transformation haben dabei die Fachabteilungen in den befragten Unternehmen, die sich überdurchschnittlich vom digitalen Wandel betroffen fühlen: Sie zeigen sich – im Unterschied zu Geschäftsführung und IT-Leitung – mehrheitlich noch unzufrieden mit der bestehenden IT-Landschaft ihrer Organisation.

Hoher Erwartungsdruck aus der eigenen Organisation und starker Wettbewerbsdruck durch Digitalisierungsvorhaben im Markt haben im Mittelstand zu einem Umdenken in Sachen digitaler Transformation und Cloud geführt: „Entscheider aus dem Mittelstand, die wir in der Studie befragt haben, arbeiten inzwischen sehr intensiv und ganz konkret daran, eine eigene Digitalisierungs-Story auf die Beine zu stellen“, sagt Steve Janata, Chief Operating Officer (COO) von Crisp Research und Leiter der Studie. „Neu ist, dass die meisten Unternehmen endlich ein konkretes Ziel vor Augen haben, gewissermaßen den ersten Meilenstein zur digitalen Transformation ihrer Organisation.“